HABITAT: Lebt bevorzugt in warmen, feuchten Umgebungen – in direktem Kontakt mit der Haut seines Wirtes. Fühlt sich auf biologischen Oberflächen wohl und nutzt natürliche Wärmequellen zur Energiegewinnung.

 

WANT: Braucht konstanten physiologischen Input vom Wirt – Temperaturunterschiede, Schweiß und Körperbewegungen regen seine sensorische Aktivität an. Sein Ziel ist es, Resonanz mit dem Wirt herzustellen und durch Klang und Vibration zu kommunizieren.

 

LIKE: Genießt pulsierende Körperwärme, variierende Feuchtigkeitslevel und zyklische Temperaturschwankungen. Wird besonders aktiv in stressreichen oder emotional intensiven Momenten seines Wirtes, wenn der Körper mehr Hitze und Feuchtigkeit produziert.

 

ANATOMY: Seine flexible, membranartige Außenhülle passt sich der Hautstruktur an. Mikrokanäle im Gewebe leiten Wärme und Feuchtigkeit zu internen Resonanzkammern, die Schall erzeugen. Integrierte Thermorezeptoren aktivieren gezielte Kontraktionen, um Vibrationen zu verstärken.

 

FOOD: Ernährt sich von überschüssiger Körperwärme und Feuchtigkeit seines Wirtes. Kann durch Temperaturunterschiede gespeicherte Energie in mechanische Schwingungen umwandeln.

 

METABOLISM: Funktioniert nach einem bio-akustischen Kreislauf: Wandelt Wärme in mechanische Energie um und erzeugt durch oszillierende Membranen Klang und Vibration. Reguliert sich selbst, indem es Kälte produziert, um thermische Energiegradienten aufrechtzuerhalten.

Thermophon Exosuctilis bildet eine symbiotische Einheit mit seinem Wirt – ein auditives und haptisches Wechselspiel, das Körper und Umgebung in Einklang bringt.

HABITAT: Bevorzugt helle Umgebungen und haftet sich an lebende Körper, Wände oder Oberflächen mit hoher Lichtreflexion. In Dunkelheit bleibt er inaktiv oder sendet Suchsignale aus, um Lichtquellen zu lokalisieren.

 

WANT: Ständig auf der Suche nach Lichtquellen, um seinen Energiehaushalt aufrechtzuerhalten. Nutzt Licht nicht nur zur Orientierung, sondern auch zur interaktiven Kommunikation mit seinem Wirt oder seiner Umgebung.

 

LIKE: Bevorzugt gleichmäßige Pulsfrequenzen, warme Hautareale mit durchscheinenden Venen und reflektierende Oberflächen. Reagiert besonders auf Veränderungen in der Lichtintensität und kann sich an den individuellen Herzschlag seines Wirtes anpassen.

 

ANATOMY: Seine flexible Außenhülle enthält lichtempfindliche Zellen, die verschiedene Wellenlängen erfassen und umwandeln können. Ein ausdehnbarer, manschettenartiger Körper ermöglicht es ihm, sich um Gliedmaßen oder Gefäße zu legen und dabei die Blutzirkulation temporär zu beeinflussen.

 

FOOD: Ernährt sich von Lichtenergie, wobei er Infrarotstrahlung besonders effizient absorbiert. Nutzt die gesammelte Energie zur eigenen Expansion und zum Betrieb seiner biometrischen Scan-Funktion.

 

METABOLISM: Sein Stoffwechsel basiert auf der Umwandlung von Licht in chemische und mechanische Energie. Er kann sich aufpumpen, um Druck auf Venen auszuüben und dadurch Blutflussmuster zu analysieren. Lichtsignale regulieren dabei seine Aktivität, indem sie verschiedene Funktionsmodi steuern.

HABITAT: Findet seinen Platz auf der Haut, insbesondere an Arealen mit hoher Nerven- und Gefäßdichte. Bevorzugt feuchte Oberflächen, da Schweiß die elektrische Leitfähigkeit optimiert und so die Übertragung von Impulsen erleichtert.

 

WANT: Benötigt kontinuierlichen Kontakt zur Haut, um elektrische Signale aus Blutfluss, Muskelspannung und neuronaler Aktivität zu erfassen. Reagiert sensibel auf Stress, emotionale Zustände und körperliche Belastung.

 

LIKE: Bevorzugt einen variierenden elektrischen Input – spontane Muskelanspannungen, Veränderungen der Durchblutung oder neuronale Spitzenaktivität. Zeigt besonderes Interesse an hochaktiven Nervenzonen wie den Handflächen, der Wirbelsäule oder dem Nacken.

 

ANATOMY: Eine flexible, leitfähige Membran mit eingebetteten Mikroelektroden, die über Hautkontakt elektrische Ströme misst und stimulieren kann. Je nach Intensität der Signale passt sich Synapticum durch mikroskopische Kontraktionen oder Entladungen an.

 

FOOD: Zieht seine Energie aus bioelektrischen Impulsen, die durch Muskelbewegung und neuronale Aktivität entstehen. Nutzt den Schweißfilm auf der Haut zur verbesserten Leitfähigkeit und als Medium für seine Rückkopplungsschleife.

 

METABOLISM: Sein Stoffwechsel basiert auf der kontinuierlichen Regulation und Interpretation elektrischer Körperdaten. Synapticumüberwacht den Zustand des Nervensystems und kann über gezielte Impulse das autonome Nervensystem beeinflussen, etwa durch Tens-ähnliche Mikroströme zur Muskelentspannung oder Stimulation.

03.06. – 04.06. / Mixing Plant

 

An interdisciplinary melting pot — a place for showing, for informal exchange, but also a testing ground, a shared workbench and a hub — the ThinkHalle is for everyone who enjoys experimentation. 

During the opening weekend, from the 3rd till the 4th of June, tech-savvy artists, creative makers and tinkerers will move into the foyer of the mixing plant and bring unique prototypes with them. Following the festival theme “Hypernatural Forces”, they will explore and develop cross-border journeys between speculation and function, technology and material, the now and the near future, in dialogue with the visitors. From real-time simulations of planetary infrastructures to birdsong, from plasma sculptures to prostheses that bridge the gap between humans and bats — the pool of ideas is well filled. Everyone is invited to participate, talk, think or even just to watch. We are looking forward to works by: Marine Lemarié and Nicolas Stephan, Leon Eckard, Fara Peluso and Kat Austen, Charlotte Triebus and many more.

 

https://newnow-festival.com/en/programm/formate

Die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Körperlichkeit und Körperbildern erfährt durch digitale Technologien einen weitreichenden Wandel, der auch in die Techniken ihrer Produktion hineinreicht. Die Beiträger*innen kartographieren diese Entwicklungen und fragen nach ihren Voraussetzungen, Folgen sowie Möglichkeiten der Kritik. Im zweiten Band des »Atlas der Datenkörper« beschreiben sie den digitalen Körper am historischen und rezenten Bauhaus, analysieren das Phänomen seiner Mystifizierung und dekonstruieren den Datenkörper als politischen Gegenstand. Aus sowohl der Perspektive künstlerischer und gestalterischer Forschung als auch der Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaft entsteht so ein umfassender, transdisziplinärer Querschnitt zum Verhältnis Mensch-Technik im digitalen Zeitalter.

 

https://2023.xcoax.org

PERFORMANCE

Charakter

Ziele und Forschungsfragen


Die Arbeit untersucht, wie parasitäre Beziehungen und die damit verbundenen dynamischen Interaktionen zwischen Gast und Gastgeber in künstlerischen und musikalischen Kontexten interpretiert und visualisiert werden können. Sie analysiert, wie parasitäre Strukturen – sowohl metaphorisch als auch biologisch inspiriert – als Modelle zur Erforschung von Machtverhältnissen, Anpassungsprozessen und symbiotischen Abhängigkeiten dienen. Ziel ist es, die Grenzen der Anpassung und Transformation zu hinterfragen, die durch parasitäre Mechanismen in ästhetischen und technologischen Schnittstellen entstehen.

 

 

 

Hauptfrage

Wie beeinflussen parasitäre Formen und Mechanismen die Beziehung zwischen Wirt und Parasit in künstlerischen und technologischen Kontexten?

 

Unterfragen
1. Wie findet die Interaktion statt: Passt sich der Gast dem Wirt an,
oder deformiert der Gast den Wirt, um seine Ziele zu erreichen?


2. Wie kann ein technisches Kunstobjekt mit dem menschlichen Organsystem verbunden werden und wie können vitale Dynamiken klanglich genutzt werden und den menschlichen Körper beeinflussen?


3. Was passiert im Körper, welche Organe, Muskeln, Zellen und Sinnesorgane verarbeiten die äußeren Einflüsse? Wie funktioniert die Wahrnehmung von Klängen anatomisch und wie kann sie verbessert werden?


4. Wie kann ein technisches Kunstobjekt mit dem menschlichen Organsystem verbunden werden und wie können Lebensdynamiken klanglich genutzt werden und den menschlichen Körper beeinflussen?


5. Wie reflektieren und prägen solche Technologien die Wahrnehmung von Identität und Körper in einer posthumanen Gesellschaft? – Welche Beziehung besteht zwischen dem digitalen Objekt und dem organischen Körper?

SCALPTOMORPHA - ORGANUM PARADOXUM

Thermophon Exosuctilis

LumenparasitUs

Ticks

Synapticum


Hybridized Flesh: Organic Forms and the Symbiosis of Art and Technology

Die Arbeit Scalptomorpha untersucht parasitäre Beziehungen und deren dynamische Wechselwirkungen zwischen Gast und Wirt in künstlerischen und musikalischen Kontexten. Inspiriert von biologischen sowie metaphorischen Parasitenstrukturen dient das Konzept als Modell zur Erforschung von Machtverhältnissen, Anpassungsprozessen und symbiotischen Abhängigkeiten. Dabei werden ästhetische und technologische Schnittstellen analysiert, um zu hinterfragen, wie Anpassung und Transformation durch parasitäre Mechanismen gestaltet werden.

Im Zentrum steht die Frage, wie parasitäre Formen und Mechanismen die Beziehung zwischen Gast und Wirt in Kunst und Technologie beeinflussen. Die Untersuchung umfasst Aspekte wie die Adaptation parasitärer Eigenschaften als ästhetisches oder funktionales Modell, die Gestaltung von Schnittstellen zwischen Symbiose und Konflikt sowie die physische und konzeptuelle Grenze der Anpassung. Darüber hinaus wird die Bedeutung parasitärer Modelle für unser Verständnis von Kontrolle, Abhängigkeit und Autonomie in einer technologisierten Welt reflektiert. Scalptomorpha betrachtet diese Mechanismen nicht nur als gestalterische Prinzipien, sondern auch als Ausdruck eines posthumanen Verständnisses von Identität und Körper.

Caring Futures exhibition @ Sølvberget Gallery in Stavanger!

Together with artists:   

@emiliatikka @rthglmr , @cathrineevelid , @asa.bave , Kaisu Koski/ @rolandvandierendonck , Jacob Remin, Kari Telstad Sundet

 

The exhibit is curated by @hegetapio @iolab_ and it is part of the research project of Ingvil Hellstrand and her team at University of Stavanger.

I want to thank especially Ingvil and Hege for inviting me! Thank you also for Hildegunn Birkeland at the Sølvberget Gallery @solvberget

OUTPUT

Die Objekte sind nicht nur als interaktive Elemente für das Publikum gedacht, sondern spielen eine zentrale Rolle in einer raumgreifenden Performance. Sie kommunizieren miteinander, mit ihrer Umgebung und nutzen die Vitalwerte der Performer*innen als Steuerimpulse.

Zusätzlich interagieren sie mit drei im Raum installierten Skulpturen, die tiefere, resonante Klänge abstrahlen, sobald sie von den Objekten angesteuert werden.

 

Durch dieses interne Netzwerk entsteht eine dynamische Klanglandschaft, die sich während der Performance spontan entwickelt. Die Performer*innen bewegen sich durch den Raum, ruhen, liegen oder folgen einer choreografierten Abfolge, wodurch sie die klangliche und atmosphärische Gestaltung der Installation aktiv beeinflussen. So entsteht ein immersives Environment aus Skulpturen, Interfaces und Körpern, das den Raum auf vielschichtige Weise bespielt und stetig neu formt.